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unterwegs für öffentliche bibliotheken

auch pflanzen haben ein leben :-(

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immer wieder die gleichen argumente, mit denen sich veganer_innen beschäftigen dürfen. erst gestern hatte ich wieder einmal die „ehre“, mich mit der frage nach dem recht auf pflanzenleben auseinander zu setzen.

ich bin gerade dabei das buch „zum verzehr bestimmt: eine feministisch-vegetarische theorie“ von carol j. adams zu lesen. die autor_in thematisiert unter anderem die geschlechterpolitik des fleisches, bennenungspraktiken von fleisch und zur verknüpfung feministischer positionen und vegetarismus.

sie zeigt unter anderem auf, wie vegetarier_innen gerade beim gemeinsamen essen mit fleischfresser_innen in diskussionen verwickelt werden, da etwas auf ihrem teller fehlt (S. 102). häufig sind diese diskussionen durch trivialisierungen, wie „auch pflanzen haben ein leben“ oder abwehrmechanismen „was soll ich dann essen“ gekennzeichnet. eine möglichkeit diesen sinnlosen diskussionen zu entkommen bietet folgende begebenheit:

Befragt, warum er Vegetarier sei, stellte Bernard Shaw schlagfertig die Gegenfrage, warum er dafür, dass er anständig esse, zur Rechenschaft gezogen werde.“

wer sich intensiver mit vegetarischen lebensweisen beschäftigen möchte, kann dies auf dem weltvegetarier_innentag in dresden vom 27.07. – 03.08.2008 tun. wer sich über den eigenen fleischkonsum noch keine gedanken gemacht hat, hier ein einführendes video von manuhhh:

Linktipps: Peta, VeganWiki

3 Kommentare

  1. Zu „auch Planzen haben ein Leben“… neulich war ich bei Frenzel (Tiefkühlgemüse-Hersteller) und hab erfahren, dass Spinat Stress hat, wenn er geerntet wird. Das gibt schon zu denken…
    Mein herzliches Beileid was die platten Diskussionen betrifft.

  2. Das Zitat mit dem „anständig Essen“ finde ich gut. Muss ich mir jetzt nur noch merken um es dann pow-wow mäßig umzusetzen.

  3. die Rede von den Pflanzenrechten erinnert mich ein wenig an die patzige Frage eines Kollegen, als ich über den Verein zur Förderung frauenspezifischer Dokumentationseinrichtungen erzählte, warum es eigentlich keine _männerspezifischen_ Dokumentationseinrichtungen gäbe. Seufz. Die Antwort „weil männerspezifisch der Default-Wert ist“ ist mir leider nicht rechtzeitig eingefallen 😉

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