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unterwegs für öffentliche bibliotheken

berlin-science ein testbericht zum neuen wissenschaftsportal berlins

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in der gestrigen ausgabe der taz wurde im berlinteil der zeitung unter der rubrik … und sonst auf die eine „neue Suchmaschine“ hingewiesen, die „Orientierung in der Berliner Welt der Wissenschaft ermöglicht“.

auf der homepage von berlin-science finden wir dann, worum es bei dem wissenschaftsportal und der marke „BERLIN Science“ gehen soll.

Das Wissenschaftsportal BERLIN SCIENCES hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Vielfalt und Dichte der Berliner Wissenschaft zu präsentieren, zu bündeln und zu strukturieren. Wichtigste Prämisse ist die Verknüpfung von Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Die Berliner Wissenschaft soll für Vertreter der Wissenschaft und der Wirtschaft sowie für alle Wissenschaftsinteressierten gleichermaßen erlebbar werden. Sie erfahren auf diesen Seiten Wissenswertes zu den Einrichtungen und Projekten, aber vor allem auch zu den Menschen, die die Berliner Wissenschaft auszeichnen. (Quelle)

in der navigation finden wir folgende unterteilungen:

screensot Berlin Science

screensot Berlin Science

mich interessiert vor allem der navigator, da ich dort hoffe,

[…] einen Überblick über die wissenschaftlichen Einrichtungen Berlins [zu erhalten].

Der BERLIN SCIENCES Navigator informiert Sie über die Struktur und die Kompetenzen der Berliner Wissenschaftslandschaft und bietet Ihnen verschiedene Recherchemöglichkeiten: (Quelle)

also frisch gewagt und als erstes nach „bibliothekswissenschaft“ gesucht. hier das ergebnis: „Ihre Suchanfrage ergab leider keine Treffer!“

vergebliche suche

vergebliche suche

nun da ich noch ein anderes fach studiere, suchte ich im „Recherche- und Informationsservice durch die Berliner Wissenschaft“ nach „gender studies“. auch dies führte zu keinem ergebnis. der eintrag „geschlechterforschung“ im suchfeld brachte mich immerhin auf folgende drei ergebnisse: bibliothek der zfe (freie universität), zfe (fu) und zifg (technische universität). nur vom zentrum für transdisziplinäre geschlechterstudien keine spur. oh – ich versuche es nun einmal mit dem suchbegriff „geschlechterstudien“. und siehe da ich bekomme ein ergebnis. mensch muss bei diesem portal scheinbar ganz genau wissen, was gesucht wird.

wie bei den anderen suchergebnissen wird neben der anschrift und einem link auf die einrichtungen nichts, aber auch gar nichts weiteres über die forschungseinrichtungen veraten.

ergebnis und nun?

ergebnis und nun?

im grußwort des geschäftsführers rené gurka der berlin partner gmbh, die für dieses portal verantwortlich ist, lässt sich folgende aussage finden:

Wissenschaft in Berlin – das ist ein Pfund, mit dem wir für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Berlin wuchern wollen. Wir wollen aus dem geballten Wissen, das hier Tag für Tag erarbeitet und erforscht wird, Arbeitsplätze schaffen und die Wertschöpfung steigern. Wir wollen aber auch die Leistungen der Berliner Wissenschaft einem breiten Publikum bekannt machen und die Marke „BERLIN SCIENCES“ prägen. Deshalb betreibt Berlin Partner mit Nachdruck das Projekt Wissenschaftsmarketing. Die Marke „BERLIN SCIENCES“ und das gleichnamige Internet-Portal sind der Kern dieses Projekts.

und unter dem punkt making of lese ich

Zukünftig kann sich der Besucher auf dem Portal einen Überblick über die gesamte Wissenschaftslandschaft Berlins verschaffen. Die Suche nach der gewünschten Einrichtung oder Abteilung wird dabei ebenso möglich sein wie die direkte Kontaktaufnahme zum jeweiligen Ansprechpartner. (Quelle)

es fehlt also nicht an guten vorsätzen der marke. was aber fehlt sind:

  • eine ordentlich gefütterte datenbank
  • eine sinnvolle verschlagwortung (tags)
  • eine intensive mit- und zuarbeit der wissenschaftlichen einrichtungen
  • dem kalender ein rss-feed
  • und der ganzen plattform eine möglichkeit zum öffentlichen feedback.

soweit so gut ich habe mir in meinem kalender eingetragen, dass ich mir die plattform in einem halben jahr noch einmal ansehe und schaue, was sich dort verändern wird. bis dahin schlummert dieses internetangebot in der kategorie „nichtsinnvollen internet projekte“ in meinen lesezeichen dahin.

ps: unter der suche nach informationswissenschaft findet sich dann auch das ibi, welches aber unter der suche nach „ibi“ nicht angezeigt wird 😉 .

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