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unterwegs für öffentliche bibliotheken

berliner öffentliche bibliotheken fördern marktführer microsoft und schließen linux- und applenutzer_innen aus

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ich wollte gerade die e-ausleihe der öffentlichen bibliotheken berlins  www.voebb24.de ausprobieren. leider scheiterte mein versuch an der entscheidung des bibliotheksverbundes lediglich windows betriebssysteme zu unterstützen.

Es gibt zurzeit jedoch kein DRM, das mit allen Betriebssystemen zusammenarbeitet, weshalb wir uns für das DRM des Marktführers Microsoft entschieden haben, da dieses dem größten Teil unserer Kunden zur Verfügung steht.

als anforderungen für die nutzung der e-ausleihe werden folgende systemanforderungen aufgeführt:

Die Mindestanforderungen sind:
– Betriebssystem: Windows 2000 / XP/ Vista
– Windows Media Player 10 oder höher
– Adobe Reader 7.0 oder höher
– Internet Explorer 6.0 oder höher
– Firefox 1.5.0 oder höher
– Für Audio- und Video-Download wird eine Internet-Breitbandverbindung empfohlen (DSL, Kabel).

die öffentlichen bibliotheken berlins schließen in diesem angebot bewusst linuxnutzer_innen und applenutzer_innen mit der begründung der hohen marktanteile von microsoft aus. dieses vorgehen führt zu einer stabilisierung der aktuellen marktverhältnisse. besonders schwierig finde ich diesen ausschluss, da öffentliche bibliotheken eigentlich für alle zugänglich sein sollten und da hier markführer mit verwendung öffentlicher gelder unterstützt werden. in meinen augen ist ein solches angebot absolut inakzeptabel. hier das „werbebanner“ für microsoft, dass in den internetauftritt der öffentlichen bibliotheken berlins eingebunden wurde.

screenshot des internetauftritt voebb24

screenshot des internetauftritt voebb24

in anderen bibliotheken wurden bereits einige vorzüge freier software entdeckt, wie dieses video zeigt:

  • welche bibliotheken bieten onlineausleihe bereits für linux- und applenutzer_innen an?
  • in welchen bibliotheken werden freie betriebssysteme auf den desktops der nutzer_innen eingesetzt?
  • gibt es eine technische lösung, um das angebot mit ubuntu trotzdem nutzen zu können?

5 Kommentare

  1. Unglaublich! Das ist sicherlich die Konsequenz einer Kombination aus „keine Lust“ und „keine Ahnung“ bei den zuständigen EntscheiderInnen.

  2. … und auch noch DRM …

  3. ich war ebenfalls entsetzt

  4. sowas passiert halt wenn man seine originären Aufgaben als Bibliothek an eine private Firma outsourct. Die Bibliotheken sollten sich endlich gemeinsam an die Umsetzung so einer wichtigen Zukunftsaufgabe machen.

  5. ich hoffe, dass die bibliotheken und die träger_innen von bibliotheken die gemeinsame umsetzung nicht auch noch verschlafen werden. und schnell ein umdenken in der verwendung von software und in der angebotsvielfalt für die nutzer_innen einsetzen wird.

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