danilolablog

unterwegs für öffentliche bibliotheken

dit was! – letztes mal vorhang auf im berliner wintergarten varieté

| Keine Kommentare

dit was!

dit was!

so ein varieté ist kein automobilkonzern, keine große bank und auch kein chiphersteller oder sonstwas. das wintergarten varieté bekommt deshalb auch keine unterstützung durch die sonst so spendierfreudig gewordenen politiker_innen.

Wenn die 2.000 Glühlampen an der Fassade und der Sternenhimmel im Saal nach 17 Jahren erlöschen, werden rund 2,5 Millionen Menschen den Unterhaltungspalast besucht haben. Zuletzt blieben allerdings zu viele der 500 Sitzplätze leer, um den Betrieb wirtschaftlich führen zu können. Bereits im vergangenen Juni hatte Geschäftsführer Frank Reinhardt Insolvenz anmelden müssen. Das Vertrauen, dass sich die Produktionen und damit die Zeiten im Wintergarten in naher Zukunft bessern würden, hatten die Gläubiger offensichtlich nicht. Das Aus für die Traditionsbühne in der Potsdamer Straße und seine 68 Mitarbeiter war somit beschlossene Sache. „Wir haben alles versucht, aber es ist die traurige Wahrheit, dass es aus verschiedenen Gründen nicht gereicht hat“, sagte Reinhardt Anfang Januar. (taz)

mit feuer gegen den untergang?

mit feuer gegen den untergang?

am 31.01.2009 fiel im berliner wintergarten der letzte vorhang und gerüchten zufolge soll nun in das gebäude ein baumarkt einziehen. ich hatte das große glück gemeisam mit mitarbeiter_innen und freund_innen des varieté im rahmen einer crew-party abschied zu nehmen. ich verbrachte einen wunderbaren abend und fühlte mich durch diese show bestens unterhalten. besser als durch das eine oder andere reguläre  progamm im wintergarten.

also ein herzliches dankeschön an die mitarbeiter_innen für den kampf um den erhalt des wintergartens und einen unvergesslichen abschiedsabend. war es das? oder gibt es doch doch noch eine rettung?

Im Wintergarten bereitet man sich auf die Abschiedsvorstellung vor. Zugleich bemühen sich die Mitarbeiter um eine Rettung des Theaters wie ihrer Arbeitsplätze. Sie wollen die Bühne ab dem 15. Februar gern in Eigenregie mietfrei mit dem Notprogramm „Hurra, wir leben noch“ weiter bespielen und mit den Abendeinnahmen die laufenden Betriebskosten finanzieren.

Die Mitarbeiter hoffen dabei auf Hilfe durch Künstler und die Politik, namentlich den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). An ihn appellieren sie mit dem Werbeslogan „be Berlin – be Vielfalt – be Varieté!“ Unterstützt werden die Mitarbeiter nach eigenen Angaben auch von Künstlern wie Georg Preuße (Mary), dem Comedian Eckart von Hirschhausen sowie den Regisseuren Christoph Hagel und Winfried Bauernfeind, dem langjährigen Regisseur an der Deutschen Oper Berlin. (taz)

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.