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gemeinsam feiern mit eragon – weltvegetarier_innentag am 1. oktober

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lost von wuffff (flickr)

lost von wuffff (flickr)

im zweiten teil der eragontriologie wird eragon dank der hilfe der elfen zum vegetarier. für die elfen ist jeden tag weltvegetarier_innentag. hier die wichtigen passagen einer vegetarischen bewusstseinsbildung aus „der auftrag der ältesten“:

Eragon rollte eine Blaubeere zwischen Daumen und Zeigefinger. Ihm war der Appetit vergangen. ‚Warum essen Elfen eigentlich kein Fleisch? ‚Warum sollten wir das tun?‘ Oromis hielt eine Erdbeere hoch und drehte sie so, ass ihre samenbesetzte Haut das Licht einfing und die winzigen Härchen der Frucht aufschimmerten. ‚Alles was wir brauchen, schenkt uns die Pflanzenwelt. Es wäre barbarisch Tiere leiden zu lassen, nur um bei Tisch ein paar Gerichte mehr zu haben… Du wirst diese Haltung bald verstehen.‘ (s. 347)

sein Kuscheltier mit Materialauffüllen füllen von martinwaubke(flickr)

sein Kuscheltier mit Materialauffüllen füllen von martinwaubke(flickr)

nach einiger zeit bei den elfen, überkam eragon der heißhunger nach „fleisch“ und er begab sich gemeinsam mit saphira auf die jagd. nach dem ermorden und zubereiten von zwei kanninchen, wollte er zubeißen und

[a]bscheu packte ihn, und er warf das Fleisch von sich, angewidert davon, zwei Kanninchen – zwei Lebewesen – getötet zu haben. Es war, als hätte es zwei Menschen getötet. Sein Magen rumorte und er war kurz davor, sich zu üebrgeben. (s. 530) […] Er hatte sein ganzes Leben lang Fleisch gegessen! Es hatte ihm geschmeckt! Doch machte ihn jetzt der Gedanke, die Kanninchen zu essen, krank. Er sah Saphira an. Ich kann es nicht, sagte er.

eragon erlag nicht einer gefährlichen veganen ideologie, sondern er hat durch die beschäftigung mit sich und der ihn umgebenden umwelt den konsequenten schluß gezogen, „… wir dürfen kein unnötiges Leid verursachen.“ (s. 531) ob es lesende gibt, die sich auf grund dieser passagen für eine vegetraische ernährung entschieden haben?

menna von haifischmädchen (flickr)

365days: day fourtytwo: menna von haifischmädchen (flickr)

vielleicht nutzen die leser_innen von danilolablog diesen tag und versuchen es einen tag oder sogar eine woche ohne fleisch aus zukommen und lesen passend zum regnerischen herbstwetter in der fantasytriologie von christopher paolini. oder nutzt den tag, um auf der seite der europäischen vegetarierunion herumsurfen und euch mit den argumenten für eine fleischfreie ernährung und vor allem mit der eigenen ernährung auseinander zu setzen. oder unterstützt eine der vielen aktionen in der kommenden woche in berlin.

für alle, die denken, dass vegetarisches essen nur verzicht bedeutet, hier noch ein paar links zu rezeptseiten:

4 Kommentare

  1. Kein oder wenig Fleisch zu essen, ist kein Problem – jedenfalls nicht aus Mangel an leckeren Alternativen. Anstrengend wird es leider auf Familienfesten! Schade das Fleisch essen oftmals so einen Socializing-Charakter hat und der Verzicht oft als Anecken missverstanden wird.

  2. oh schwierig ist es oft auch auf betriebsausflügen, beim urlaub auf dem land, während tagungen, … und das anecken ist nervig, aber kann gut umgangen werden.
    und der verbindende soziale charakter von fleischernährung, da muss ich noch einmal drüber nachdenken. einen verbindenen charakter hätte ich eher dem rauchen zugeschrieben und trotz rauchverbot, sehe ich keinen niedergang des sozialen zusammenseins.
    häufig ist es bequemlichkeit, ein schuss egalhaltung die macht des diskurses und die vielen mythen, die sich um das fleischessen ranken (kraft, potenz, …). mehr vielleich später – wir sehen uns ja bestimmt am 04.10. – oder?
    lg danilola

  3. Bei Socializing denke ist besonders an „Grillabende“ und „hm – das Spanferkel ist aber toll, oder?“ Oder die Weihnachtsgans. Mit Nahrung zu sich nehmen hat das ganze Tuhuwabohu manchmal gar nichts mehr zu tun.
    Ne, ich bin und bleibe leider im regnerischen Dresden. Was auch immer ihr tolles am Samstag macht, viel Spaß dabei.
    lg zurück, die Christin

  4. oh das meinst du. vielleicht ist diese übertrieben lobeshymne auch besonders laut, wenn das personifizierte schlechte gewissen mit am tisch sitzt und ein salatblatt knabbert. 😉

    samstag war der umzug und ich hoffe, wir sehen uns demnächst einmal bei uns zum essen.

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