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unterwegs für öffentliche bibliotheken

kauzig, gefühlvoll oder was? – bibliothekar_innen und stereotype

| 2 Kommentare

bibliothekar_innen werden seit längerem mit einigen weniger erfreulichen zuschreibungen zusammen gedacht. ein beispiel hierfür ist folgender blogeintrag von perez hilton:

Well, Stefanie is back with a new single and her smooth vocals.

Though she may look like an emo librarian, her sound is definitely soul. And her voice is like honey!

in diesem eintrag, der unter dem titel „Watch & Listen: Our Favorite Nerdy Librarian Is Back!“ veröffentlicht wurde, berichtet perez über das neuste video von stefanie heinzmann. in espace.ch wird dieser artikel nocheinmal aufgegriffen und in folgender weise übersetzt:

Der amerikanische Promi-Blogger Perez Hilton, der schon über Erfolg oder Misserfolg von manchem Pop-Sternchen entschied, sagte erst kürzlich vielversprechend über Stefanie: «Obwohl sie ein bisschen aussieht wie eine kauzige Bibliothekarin, ist Ihr Sound denfinitiv Soul. Und ihre Stimme wie Honig, die Schweizer Version einer Joss Stone.».

also wie? kauzig und nerdy sind also assoziationen, die mit bibliothekar_innen verbunden werden. diese beiden begriffe stehen synonym auch für außenseiter_in, Eigenbrötler_in, Exzentriker_in, sonderling und spinner_in (nach wiktionary).

dann wagen wir mal einen zwei blicke auf die künstlerin:

mhm – wie kommt perez nun zu seiner einschätzung? ich denke, die brille war es, die bei ihm die verknüpfungen ausgelöst hatte. wahrscheinlich reicht es aber nicht aus, wenn alle bibliothekar_innen ihre brillen durch kontaktlinsen ersetzen und mit klaren grünen augen gegen stereotype anzuzwinkern.

was gibt es für möglichkeiten dem verstaubten und stereotypisierten bild der bibliothekar_in etwas entgegen zu setzen? wie kommt es zu den stereotypen? gibt es vorschläge oder erfahrungen dem zu begegnen?

2 Kommentare

  1. Zu Deinen Fragen:

    1. Keine Chance.

    2. Keine Ahnung.

    3. Nö, ich sehe auch keine Notwendigkeit.

    Medienleute sind intrigant, Rechtsanwälte erzböse, Ärzte Abzocker, Lehrer stinkfaul. Wir sind halt verstaubt, bebrillt und eingeduttet. Es gibt schlimmeres.

  2. zu 1) Die Zeit wird hoffentlich einiges mit sich bringen. Ein Wandel wäre nett. Was die Stereotypen und das Selbstverständnis gegenüber der Bibliothek betrifft.

    zu 2) Filme? Erinnerungen an den letzten Bibliotheksbesuch im Jahr 1974?

    zu 3) Tja , da musst du halt in einer Bibliothek anfangen zu arbeiten. Hilft ja nichts.

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