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unterwegs für öffentliche bibliotheken

obdachlos trotz arbeit – 26 stunden bibliotheksarbeit reichen nicht für die miete

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wenn das geld für die arbeit nicht mehr zum leben reicht. die bloggerin julie lacoste arbeitet 26 stunden in der woche in der pariser bibliothek der jura-universität und doch reicht diese arbeit nicht aus, um sich in paris eine eigene wohnung zu leisten. die mutter von zwei kindern ist obdachlos und berichtet in ihrem blog un temps de retardJOURNAL DE BORD D’UNE MERE SANS LOGEMENT aus ihrem leben.

Jedes Mal, wenn es geht, meist in der Mittagspause der Bibliothek, schaltet Julie ihren Computer ein, den sie immer in ihrem Rucksack mitschleppt und erzählt ohne Pathos ihren Kampf, um ein Dach über den Kopf zu finden. Manchmal optimistisch, wenn sie Antworten und aufmunternde Angebote erhält, oft müde und deprimiert: „Diese Situation macht mich kaputt. Ich bin total erschöpft, ich kann nicht mehr richtig schlafen, werde immer ungeselliger und habe nicht mehr die Kraft zu unternehmen, was ich unternehmen müsste“, schreibt sie am 6. März 2009. (taz)

2 Kommentare

  1. mit Kindern ist solch eine Situation leichter und schwerer zugleich. Leichter, weil du weißt, wofür bzw. für wen du kämpfst, schwerer, weil du die Last der Verantwortung trägst und es einem das Herz bricht, wenn es deinen Babies nicht gut geht.

    Und wo verdammt ist der Vater bzw. sind die Väter der Kinder?

    Mein französisch ist leider zu schlecht, um den Blog zu verfolgen. Kann eine von euch den aktuellen Eintrag übersetzen?

  2. Pingback: 26-Stunden-Job und doch obdachlos « Santa Precaria

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