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unterwegs für öffentliche bibliotheken

ökostrom für universitäten und universitätsbibliotheken in berlin?

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in einem offenen brief fordern studierende des umweltreferats der tu berlin unter dem motto „studieren ohne kohle – sonnenschein im audimax“ den berliner finanzsenator thilo sarrazin auf, bei den anstehenden ausschreibungen der stromlieferverträge für das land berlin ökologische kriterien deutlich in die ausschreibung einzuarbeiten. in dem brief heißt es:

Sehr geehrter Herr Dr. Sarrazin,

„Die Universitäten sollen (…) nachhaltiges Konsumverhalten und einen ökologischen Lebensstil fördern.“ Diese starke Aussage wurde von allen drei großen Berliner Universitäten in Form der COPERNICUS-Charta unterzeichnet, und auf dieses Selbstverständnis gründen wir als Angehörige der Berliner Hochschulen unsere Forderung nach einer vollständigen Versorgung der Hochschulen mit Ökostrom.

Im Januar 2009 wird die Ihnen unterstellte Senatsverwaltung für Finanzen die Stromversorgung des Landes Berlin und damit aller Hochschulen neu ausschreiben. Wir fordern Sie auf, der Anregung des Umweltbundesamtes und dem Beispiel Bremens zu folgen und die Ausschreibung um folgendes Kriterium zu erweitern:

Der Strom soll zu 100% aus regenerativen Energiequellen in neu gebauten Anlagen stammen.

Nur erneuerbare Energien erzeugen Strom, der ohne schwerwiegende Gefährdung unserer Gesundheit und Zukunft gewonnen wurde: Kohlekraftwerke verschlimmern mit gigantischen CO2-Emissionen den Klimawandel und gefährden ganz akut unsere Gesundheit durch Feinstäube und hochgiftige Schwermetalle wie Quecksilber oder Blei; Atomkraftwerke bringen das nicht tolerierbare Risiko einer Kernschmelze à la Tschernobyl mit sich und produzieren radioaktiven Müll, für den immer noch kein Endlager gefunden ist. […]

windkraft

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ich denke es besteht durch diese aktion eine gute chance, die berliner hochschulen und dadurch auch die berliner universitätsbibliotheken mit atom- und kohlefreifreiem strom zu versorgen. also bis zum 12.01. hier klicken und den offenen brief unterschreiben. besonders schön wäre es, wenn öffentliche bibliotheken, museen und verwaltungen in berlin die idee aufgreifen würden und ebenfalls einen brief an den senat senden könnten. 🙂

4 Kommentare

  1. Tolle Kampagne, hoffentlich klappt es! Wichtig ist aber auch, dass die Studis (und alle anderen Berliner) nicht nur den Brief an Sarrazin unterschreiben, sondern selber bei Vattenfall kündigen 😉
    Tipps für „guten“ Ökostrom gibt es auf http://www.atomausstieg-selber-machen.de

  2. @ florian
    danke für den hinweis und den link – sicherlich sollten alle, die eine unterschrift leisten auch über ihre eigenen stromanbieter_innen nachdenken. lg

  3. Der Protest scheint etwas gebracht zu haben 🙂 !!
    Die taz schreibt: Weg frei für Ökostrom in Berliner Behörden, http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/weg-frei-fuer-oekostrom-in-berliner-behoerden/

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