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unterwegs für öffentliche bibliotheken

16. Oktober 2013
von danilola
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rassistischer sprachgebrauch in der kinderliteratur

pippi lamgstrumpfder lern- und erinnerungsort afrikanisches viertel und der eoto e.v. bieten am 17.10.2013 eine interessante veranstaltung in der phillipp-schäfer bibliothek an. prof. maisha-maureen eggers begibt sich auf die spuren des rassistischen sprachgebrauchs in der kinderliteratur.

ein thema, dass auch im öffentlichen bibliothekswesen in der letzten zeit immer wieder zu auseinandersetzungen geführt hat. als ein beispiel sei hier an den authentischen und absolut unglaublichen beitrag von prof. birgit dankert zu rassismus und sexismus in der kinderliteratur erinnert (bub 65(2013)4, S.288-289).

in diesem beitrag plädiert die bibliothekswissenschaftlerin für den erhalt „ehemals authentischer formulierungen“ in den kinderbüchern, da sie sich bemüßigt fühlt, die zensurkeule schwingend, sich für „die unantastbarkeit literarischer werke“ und die „die künstlerische freiheit“ stark zu machen. lediglich in fußnoten kann sich birgit dankert vorstellen auf probleme „zeitgebundener sprache“ zu verweisen.

ich bin gespannt, welche lösungsvorschläge für den umgang mit rassismus und sexismus in kinderbüchern auf der veranstaltung entwickelt werden. der ankündigungstext ist vielversprechend.

„Eine intensive Debatte über den Sinn einer Korrektur rassistischen Sprachgebrauchs in der Kinderliteratur beherrschte über viele Wochen das deutsche Feuilleton. Lehrende, Erziehende und Eltern, die für die nachwachsenden Generationen Verantwortung tragen, sahen sich in der Frage verunsichert, wie mit alten Kinderbüchern heute umgegangen werden sollte.

Prof. Eggers befasst sich aus einer rassismuskritischen Perspektive mit Bildern von Dominanz und Differenz in der Kinder- und Jugendliteratur. Sie wird zunächst die Positionen dieses öffentlichen Streits in einem Überblick darstellen und analysieren. Aus der Perspektive der Kindheitswissenschaften sollen schließlich Wege des Umgangs mit Machtungleichheiten in Kinderbüchern diskutiert werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, Kinder zu kritischen Lesenden zu erziehen?“

10. Oktober 2013
von danilola
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nicht enden wollende erdbeerzeit

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in diesem jahr werden wir auch im herbst mit frischen erdbeeren versorgt. mal sehen, wie ich die letzten ihrer art zubereite 😉

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10. Oktober 2013
von danilola
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der frauenmediaturm pflegt seine bestände in kölnbib ein

feministische literatur und dokumente im metakatalog von köln

die bestände des frauenmediaturm sind jetzt im internetportal kölnbib zu finden. kölnbib ist ein feiner rechercheservice mit lokalem bezug für die menschen in köln und umgebung. er bietet aktuell einen zugang zu den beständen von von 12 kölner bibliotheken und archiven.

und fein ist es auch für den mediaturm, der so seine bestände einer breiteren nutzer_innenschaft zugänglich machen kann und außerdem auf aktionen wie die pinkifizierung des mediaturms zum weltmädchentag (11.10.2013) hinweisen kann.

fehlender regionaler bezug beim onlinehandel

buy local logotoll ist, dass neben den bestandsnachweisen der teilnehmenden bibliotheken und archive auch auf den onlinebuchhandel verwiesen wird. doch leider verlassen die macher_innen des internetportals hier ihre lokalen bezüge und statt einer buchhandlung aus köln finden wir hier dann unter anderem amazon. 🙁 und zwar nicht mit den günstigen gebrauchten angeboten, sondern mit neupreisen, die auch jede lokale buchhandlung anbieten könnte.

das netzwerk für lokalen konsum buy local bietet eine suche nach regionalen geschäften an und weist auch zwei mitgliedsbuchhandlungen nach, die über einen onlinekatalog verfügen. hier besteht meiner meinung nach noch eine deutliche nachbesserungsmöglichkeit durch die macher_innen von kölnbib.

quelle: alice schwarzer: frauen-archiv kooperiert mit bibliotheken. in kölner stadtanzeiger vom 08.10.2013.

9. Oktober 2013
von danilola
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unterstützt das archiv frau und musik!

das archiv frau und musik braucht eure unterstützung!

logo archivseit 34 jahren sammelt das archiv frau und musik

„Kompositionen und sonstigen künstlerischen Nachlässen musikschaffender Frauen […], Sekundärliteratur, Hochschulschriften, Presseveröffentlichungen sowie graue Literatur, wie zum Beispiel Konzertprogramme […]. Zahlreiche Tonträger veröffentlichter Werke, Mitschnitte von Rundfunksendungen oder private Aufnahmen von Konzerten finden im Archiv ihren festen Platz [sowie] Video- und DVD-Aufzeichnungen“.

die existenz der einzigartige einrichtung wird gerade durch massive kürzungen der stadt frankfurt am main bedroht.

„In den letzten Jahren wurde das Archiv zu annähernd gleichen Teilen vom Land Hessen und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt finanziert. Inzwischen hat die Stadt Frankfurt jedoch angekündigt, ab 2014 das Archiv Frau und Musik nicht mehr finanziell zu unterstützen. Nach Klärungsgesprächen mit der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen hat zwar das Land zugesagt, das Archiv auch 2014 mit seinem Anteil zu finanzieren, doch die Stadt Frankfurt bleibt hart – hier droht die Streichung aller bisherigen Gelder.“

die mitarbeiter_innen des archivs bitten um eure unterstützung. bitte unterschreibt die onlinepetition und fordert den erhalt des archivs.

7. Oktober 2013
von danilola
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der veganismus und die postmoderne

rinas veganismusmein leben bestand in den letzten monaten – besteht gerade und wird in den nächsten zwei monaten darin bestehen: auf meinem gymnastikball sitzend zu lesen, zu exzerpieren und zu schreiben. um euch daran teilhaben zu lassen, folgt nun der zweite teil meiner reihe „zitate aus der magistaralektüre„:

„Der Veganismus geht weit über die Moderne hinaus, weil mit dem Veganismus Begriffe erweitert und ersetzt werden: Natur und Kultur, Mensch und Tier, Mitwelt – Umwelt, Solidarität etc.! Es wird eine neue Grundlage gelegt und mit dem Unity-of-Oppression-Ansatz ein mit der Postmoderne kompatibler Politikansatz in die Lebenswelt eingeführt. Ebenfalls neu ist der Veganismus mit seiner nicht-anthropozentrischen Haltung, die ohne den Anthropozentrismus der Moderne jedoch nicht zu denken ist, so wie die Postmoderne nicht ohne die Moderne zu denken ist. Der Veganismus versucht ein herrschaftsfreies Leben zu realisieren und wendet sich damit der der Postmoderne zuzuordnenden Dekonstruktion zu und der radikalen Infragestellung alles bisherigen anthropozentrischen Denkens.“ quelle: bernd-udo rinas: veganismus: ein postmoderner anarchismus bei jugendlichen? berlin 2012, S. 149 (e-book-ausgabe).

die dissertation von bernd-udo rinas und vor allem das kapitel zur historischen entwicklung des veganismus haben mir für meinen exkurs zum vegetarismus sehr weitergeholfen. die ausführliche materialsammlung kann ich sicher noch an anderer stelle gut nutzen. und den ansatz veganismus als postmodernes lebenskonzept und als rettungsanker anarchistischer bewegungen zu denken, fand ich äußerst inspirierend.

in diesem sinne noch ein zitat aus dem buch: „Mensch muss Veganer_in geworden sein, um wirklich anarchistisch zu sein.“ ebda. s. 133.

liebe grüße aus dem schreibstübchen

7. Oktober 2013
von danilola
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gender (k)eine frage in bibliotheken auf der langen nacht der bibliotheken in berlin

lange nacht der bibliotheken

lange nacht der bibliotheken

am 24.10.13 läuft um 20.00 uhr im rahmen der langen nacht der bibliotheken in der genderbibliothek mein dokumentarfilm „Die geschätzte Kollegin vom festgezurrten Haupthaar“ : Geschlecht (k)eine Frage in Bibliotheken? ; vier Momentaufnahmen.

ich freue mich sehr, dass dieser film immer wieder gezeigt wird. vor allem, wenn sich wie für diese veranstaltung sieben wichtige dokumentationseinrichtungen, bibliotheken und archive der frauenforschung und gender studies unter dem motto „20 Jahre Netzwerk der Berliner Lesben-/Frauenbibliotheken/-archive gemeinsam präsentieren. mit dabei sind:

  • Genderbibliothek des ZtG
  • Alice Salomon Archiv der Alice Salomon Hochschule,
  • Archiv zur Geschichte von Tempelhof-Schöneberg – Frauenbiographien,
  • Frauenforschungs-, -bildungs- und -informationszentrum (FFBIZ),
  • Helene-Lange-Archiv im Landesarchiv Berlin,
  • Spinnboden: Lesbenarchiv & Bibliothek e.V.
  • TERRE DES FEMMES: Dokumentationsstelle

wir sehen uns 😉 am 24.10.

 

5. Oktober 2013
von danilola
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vegetarismus macht ah! – ein zusammenhang von intelligenz und vegetarischer lebensweise

Zitat 1hiermit starte ich die reihe „zitate aus der magistralektüre“ mit einem zitat zum zusammenhang des intelligenzqoutienten und der entscheidung für eine vegetarische lebensweise:

„In einer Studie bestand ein Zusammenhang zwischen dem Inteligenzquotienten (IQ) in der Kindheit und einer vegetarischen Lebensweise im Erwachsenenalter: Je höher der IQ im Alter von zehn Jahren war, umso höher die Wahrscheinlichkeit, im Alter von dreißig Jahren Vegetarier zu sein (GALE et al 2007).“ quelle: leitzmann, claus; keller, markus: vegetarische ernährung. stuttgart 2013; s. 28.

das buch lese ich für ein exkurskapitelchen zum thema vegetarismus.

 

 

 

 

30. September 2013
von danilola
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der vegetarierbund ruft zur wahl des kochbuches des jahres 2013 auf

wahhl zum kochbuch des jahres 2013die wahl zum kochbuch des jahres 2013 fällt wahrlich schwer. aus 45 titeln veganer und vegetarischer kochbücher könnt ihr bis zum 6. oktober eure persönlichen favoriten wählen.

die fünf bücher mit den meisten stimmen bilden den kreis, aus dem dann das kochbuch des jahres 2013 ermittelt wird. die kriterien für die wahl macht der vegetarierbund in diesem jahr transparent, so

werden Faktoren wie Qualität und Umsetzbarkeit der Rezepte, Preis-Leistungs-Verhältnis, ökologisch-soziale Aspekte bei der Buchherstellung, sowie die Verfügbarkeit in Betracht gezogen.

 

29. September 2013
von danilola
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inklusion leicht gemacht – stadtbibliothek erlangen setzt einen schwerpunkt auf leichte sprache

Wikipedia: Stufen Schulischer Integrationdie stadtbibliothek erlangen ist für mich eine klare kandidatin für einen bibliothekspreis, da sie mit ihrem neuen bestandsschwerpunkt auf medien in leichter sprache einen wichtigen beitrag zur inklusion und leseförderung leistet. die bibliothek betritt neuland, denn

[d]as Ganze ist erst im Kommen. Deshalb ist die neue Abteilung in der Stadtbibliothek derzeit noch klein. Ungefähr 80 Bücher — alle mit einem kleinen blauen Aufkleber mit der Aufschrift „Leichte Sprache“ versehen — stehen im Regal neben dem Infotisch im ersten Obergeschoss: vom Jugendbuch über Krimis und historische Romane bis hin zum Kochbuch.

„Wir fangen alle bei Null an“, sagt Bibliothekarin Christine Lenhart, die im Austausch mit einigen Kolleginnen im Bundesgebiet steht. Die Bibliotheken seien vorne dran, im Buchhandel gebe es das noch nicht als eigene Sparte. Der Bestandsaufbau sei mühsam.

die bisher 90 medien können im opac der bibliothek eingesehen werden. so das dem nachmachen nichts im wege stehen sollte. und viele bibliothekar_innen auf die vorarbeit der erlanger bibliothekar_innen setzen können.

quelle: eva kettler: besser lesen mit büchern in „leichter sprache“. in: nordbayern.de vom 26.09.2013.

 

 

28. September 2013
von danilola
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bibliotheken mit einem schwerpunkt tierrechte und vegetarismus

library by thejester100im deutschsprachigen raum gibt es mittlerweile ein paar bibliotheken, die einen sammlungsschwerpunkt auf die themen tierrechte, vegetarismus und veganismus legen. hier eine übersicht zu diesen bibliotheken:

ich freue mich über ergänzungen jeder art 🙂