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unterwegs für öffentliche bibliotheken

power teaching – die lernmethode für die glücklichen lehrer_innen

| 2 Kommentare

tafel 1 by eisenrah (flickr)

tafel 1 by eisenrah (flickr)

wie jeden sonntag telefoniere ich mit meiner mutter und bekomme neben einigen neuigkeiten aus der familie hier und da einen hinweis auf das allerneueste in sachen lernen und lehren.

ich habe mir auf empfehlung meiner mutter die videos zum power teaching angesehen. diese methode wurde 1999 von chris biffle, jay vanderfin und chris rekstad entwickelt und soll lernende in jedem alter beim lernen mit spass unterstützen.

At the root of Power Teaching is a large amount of highly structured, educational tomfoolery. Students learn the most when they are having fun. Power Teaching classrooms are full of task-focused laughter. Humor and games are used to increase the number of times students repeat core information and practice basic skills. Our classes are highly disciplined and tightly organized because students have more fun following our rules, than ignoring them.

die fünf regeln, die mit dieser methode verbunden sind, lauten:

RULE ABOVE ALL RULES: RESPECT EVERYONE
Rule 1: Follow directions quickly!
Rule 2: Raise your hand for permission to speak.
Rule 3: Raise your hand for permission to leave your seat.
Rule 4: Make smart choices.
Rule 5: Keep your dear teacher happy. (Quelle; S. 39)

ich bin mir noch nicht sicher, was ich von dieser lernmethode halten soll. ich habe ähnliche bedenken, wie christian czaputa, was die ausrichtung als disziplinierungsstrategie betrifft und ich denke, dass diese methode nicht für alle lerninhalte anwendbar ist. ich kann mir aber vorstellen, dass sich mit dieser methode z.B. merksätze oder komplexe zusammenhänge leichter und vor allem mit spass einprägen lassen. mich würden erfahrungsberichte mit power teaching im deutschsprachigen raum interessieren. wer nutzt wofür diesen ansatz?

für den bibliothekarischen bereich bietet power teaching eine gute möglichkeit etwas lebhaftere opac-schulung oder recherchekurse anzubieten. 🙂

2 Kommentare

  1. Ich nutze einige power-teaching-Rituale seit gut einem Jahr in den Klassen 5-7 in Mathe und Englisch und bin sehr angetan. Es liegt sicherlich am Lehrer, den Spaßfaktor in den Vordergrund zu stellen. CLASS-YES, TEACH-OKAY, HANDS & EYES und das SCOREBOARD sind schnell eingeführt. Die Schüler lieben es, und auch in wuseligen Gruppenarbeitsphasen habe ich mit einem kurzen CLASS-YES direkt die Aufmerksamkeit der ganzen Klasse. Für Merksätze und komplexe Zusammenhänge ist das TEACH-OKAY in Verbindung mit Gesten tatsächlich ideal, zeigt aber auch schon bei mehrschrittigen Arbeitsaufträgen seine Wirkung. Hatte z.B. schon lange kein „Was sollen wir denn jetzt machen?“ mehr. Die Schüler merken jedenfalls schnell, dass die Methode sehr effektiv ist und freuen sich darüber, in konzentrierter Atmosphäre arbeiten zu können. Eine Schwierigkeit ist sicherlich, den Reiz auch über Monate aufrecht zu erhalten. Da ist dann besonders beim häufigen CLASS-YES Kreativität in den Variationen der Stimme und der Gesten gefragt.

  2. @ björn
    danke für den erfahrungsbericht. ich freue mich, dass es lehrer_innen gibt, die sich mit neuen methoden immer wieder gern auseinander setzen und diese in den unterricht einbinden.
    lg danilola

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