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soundtrack zur finanzkrise 4 : auf und ab und alles neu

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Das Spiel ist aus. Der Staat kann mit dem Markt nicht mehr Pingpong spielen in der Hoffnung, so dem Chaos Herr zu werden. Der große Wendepunkt in der Krise war die unverzeihbare Pleite von Lehman Brothers. Sie hat endgültig das Vertrauen in den weltweiten Finanzsektor zerstört. Doch zum Lamentieren ist es viel zu spät. Jetzt hilft nur noch die ganz große Keule, am besten noch in dieser Woche. Es herrscht Notstand. (Quelle)

auf und ab

auf und ab

so schätzt robert von heusing die derzeitige lage ein. er fordert darüber hinaus, dass „Banken und Börsen für ein paar Tage geschlossen bleiben.“ dann bleibt mir neben dem öffnen der spardosen nur gemeinsam mit weissgarnix nach den notärzt_innen für den patienten kapitalismus zu rufen. ob die ärztliche hilfe auch gegen die gefrorenen konten der isländischen internetbank icsafe oder gegen den tiefsturz des dax unter die magische 5000 punkte grenze helfen wird, bleibt abzuwarten. der chef des iwf verbreitet trotz alledem hoffnung und er prophezeit ende 2009 wird alles wieder gut. 🙂 muss ja auch, denn nach jeder krise gibt es einen aufschwung, das hab ich doch bereits im staatsbürger_innenkundeunterricht gelernt. auf die positiven auswirkungen der krise auf das web und die open source bewegung weiste netzwertig in bezug auf einen artikel von nat torkington hin. im o’reilly radar schreibt der torkington:

  • Diese Rezession wird gut für die Innovation sein
  • Diese Rezession wird gut für Open Source sein
  • Open Source und Cloud Computing werden von der knappen finanziellen Situation profitieren
  • Viele Apps für Konsumenten werden schwerer zu verkaufen sein
  • Leute werden mehr Zeit als Geld haben.
schuldenuhr vor der krise

schuldenuhr vor der krise

sich zu helfen wussten auf alle fälle die betreiber_innen der nationalen schuldenuhr in new york. die von seymor durst angebrachte uhr war lediglich für 13 stellen vor dem komma konzipiert. die derzeitige schulden lage in den usa schreit aber nach einer erweiterung. die aktuelle lage bringt die die morgenpost am besten auf den punkt, sie sieht in ihrem wirtschaftsteil nur noch feuchtgebiete.

das weiterbildungsvideo im heutigen blogeintrag bietet den ersten teil des sechsteiligen „Onlinetutorat Makroökonomie

und johannes brahms trägt mit dem lied „denn alles fleisch es ist wie gras“ aus dem deutschen requiem zum 4. soundtrack bei. hier die noten und der text zum mitsingen und natürlich das video:

das heutige zitat stammt von hannah arendt (quelle: macht und gewalt):

Nur wo der begründete Verdacht besteht, daß Bedingungen geändert werden könnten und dennoch nichts geschieht, stellt Wut sich ein.

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