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weiterbildungsmöglichkeit in einer sommeruniversität für angela merkel? – atomenergie als klimaschützer

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es ist absolut unglaublich, was in der aktuellen debatte um die salonfähigkeit von atomenergie und die laufzeitverlängerung der längst abgeschriebenen atomkraftwerke derzeit diskutiert wird. trotz des aktuellen unfalls in frankreich setzt sich, die doktorin der physik, angela merkel lauthals  für die verlängerung der laufzeit von kernkraftwerken ein:

Sie werde sich dafür einsetzen, „dass wir die Laufzeiten unserer sicheren Kernkraftwerke in Deutschland verlängern“, kündigte Merkel an. (Quelle: heute.de)

die kanzlerin hofft gemeinsam mit einigen cdu- und csuler_innen auf eine neue koalition, die es ermöglicht, einen neuen schwung in die debatte um den atomausstieg zu bringen.

CDU und CSU wollen längere Laufzeiten für die 17 Atomreaktoren als nach dem Ausstiegsbeschluss vorgesehen. Für die Regierungschefin sei aber klar, dass dies in der großen Koalition mit der SPD nicht zur Debatte stehe, sagte der Regierungssprecher. (quelle: reuter)

Doch plötzlich ändert sich etwas. Menschen, die Sie immer für mündig und intelligent hielten, denken plötzlich darüber nach, dass man vielleicht doch die Laufzeiten der Atommeiler in Deutschland verlängern könnte. (taz vom 11.07.)

gemeinsam mit den lobbygruppen der atomwirtschaft setzen die strahlenfreundlichen politiker_innen dabei auf die klimadiskussion und auf den mythos, dass atomenergie co2-frei produziert werden kann. einen kleinen einblick in diese co2-debatte bietet das schweizer fernsehen in folgender dokumentation:

in der zdf-sendung maybrit illner zum thema  „ist atomstrom doch die lösung?“ lassen sich die argumente der atomausstiegsgegener_innen und atomaussiegsbefürworter_innen noch einmal geballt zu gemüte führen.

es bleibt abzuwarten, ob auch die derzeitig amtierende kanzlerin, nach ihrer abwahl, einen netten job bei einem der atomstrom produzierenden energiekonzerne bekommen wird. die einstellungbedingungen hat sie ja bereits erfüllt 😉 .

3 Kommentare

  1. Und das ist nur der Anfang. Tag für Tag lassen die Konservativen die Maske des Atomkonsenses ein Stück mehr fallen. Und selbst unser allseits geliebter Oberindianer Köhler ist für die „Übergangslösung“ Atomenergie. Wir sehen uns dann bald auf der Straße.

  2. ich bin auf der strasse und im web2.0-protest gegen eine laufzeitverlängerung und eine neuentdeckung von atomenergie mit dabei.

  3. Nachdem die Hysterie wegen der Energiepreise immer höher schlägt, bieten die Politiker eine einfache Lösung an: länger Atomstrom. Der ist ja sooo billig und dazu auch noch soooo klimafreundlich.
    Politiker, die es besser wissen müssten – und ich glaube sogar, dass sie es tatsächlich besser wissen – behaupten einen Unsinn, dass es einen graust. Die Energiekonzerne können sich ins Fäustchen lachen, Ihre Gewinne aus den uralt-AKWs scheinen für lange Zeit gesichert.

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